Rösterei & Café · Prenzlauer Berg
Kaffee, der schon zwei Häuser weiter geröstet wurde.
Röstlust ist Café und Rösterei in einem: Wir kaufen unsere Bohnen direkt bei sieben Farmen ein, rösten sie im Hinterhof der Kastanienallee auf einer 12-Kilo-Trommel und schenken sie 30 Meter weiter vorne aus — meist keine zehn Tage nach dem Röstdatum.
- 4,9/5
- 486 Bewertungen
- 2018
- Eigene Röstung seit
- 420
- Tassen am Tag
Vier Gründe, warum Gäste jeden Morgen wiederkommen
Wir sind kein Kettencafé mit Zentraleinkauf, sondern ein kleiner Betrieb, der seinen Kaffee selbst einkauft, selbst röstet und selbst ausschenkt — mit allem, was daran anstrengend und schön ist.
Eigene Röstung
Dienstags und donnerstags läuft die Trommel. Auf jeder Tüte steht das Röstdatum — nicht das Mindesthaltbarkeitsdatum in zwei Jahren.
Direct Trade
Sieben Farmen in Äthiopien, Kolumbien, Brasilien und Ruanda. Wir zahlen im Schnitt 82 % über dem Börsenpreis und veröffentlichen jedes Jahr, was wirklich geflossen ist.
Filter und Espresso
Zwei Handfilter-Sorten täglich, dazu Batch Brew aus der Kanne und ein Espresso, der ohne Zucker funktioniert. Wer will, bekommt einen Vergleich im Glas dazu.
Frühstück den ganzen Tag
Ob 8:15 Uhr oder 16:40 Uhr: Shakshuka, Sauerteigstulle und Granola gibt es bis zur letzten Bestellung. Kein Küchenschluss um elf.
Drei Kaffees, die gerade bei uns laufen
Unsere Karte wechselt mit der Ernte. Diese drei stehen gerade fest im Programm — alle drei können Sie im Café trinken und als ganze Bohne mitnehmen.
Yirgacheffe Konga
Unser Filterkaffee mit dem meisten Zuspruch: Bergamotte, Pfirsich und ein Nachhall wie Schwarztee mit Honig. Hell geröstet, damit die Säure eine Frucht bleibt und keine Schärfe wird.
Finca La Esperanza
Der Allrounder im Haus. Als Espresso karamellig und rund, als Filter deutlich fruchtiger: rote Johannisbeere, Milchschokolade, Haselnuss. Steht seit 2019 durchgehend auf unserer Karte.
Goldblend Nr. 4
Unsere Espressobasis für Milchgetränke, seit der vierten Rezeptur unverändert: 70 % Brasilien für Körper und Nussigkeit, 30 % Ruanda für Süße und ein bisschen Kirsche im Abgang.
Guter Kaffee ist keine Kunst. Er ist eine Kette aus dreißig kleinen Entscheidungen, bei denen niemand schlampt.Jonas Reinhardt · Röstmeister & Mitgründer
Vormittags Laptop, nachmittags Kuchen
Wir haben unser Haus bewusst in zwei Hälften geteilt — damit beides funktioniert: konzentriertes Arbeiten und laute, volle Nachmittage.
Der frühe Kaffee
Die erste Batch-Brew-Kanne ist um 7:32 Uhr fertig. Die meisten Gäste bleiben zehn Minuten, viele nehmen den Becher mit zur U-Bahn.
Laptop-Fenster
Vormittags sind Steckdosen und WLAN ausdrücklich willkommen. Sechs Tische an der Backsteinwand sind dafür gedacht — ab 13 Uhr bitten wir um Rücksicht auf die Mittagsgäste.
Frühstück ohne Uhrzeit
Shakshuka, Sauerteigstullen und Bowls laufen den ganzen Tag. Um zwölf ist es am vollsten — reservieren lohnt sich am Wochenende.
Kuchen & Bohnenverkauf
Nachmittags schneidet Sophie den zweiten Kuchen an, und am Regal neben der Kasse wird eingekauft: ganze Bohne, gemahlen auf Wunsch.
486 Bewertungen, ein Durchschnitt von 4,9
Am häufigsten gelobt: der Filterkaffee, die Geduld unserer Baristas bei Fragen zur Zubereitung und der Rhabarber-Streuselkuchen. Am häufigsten kritisiert: dass es samstags um halb zwölf keinen freien Tisch gibt. Beides stimmt.
Ich habe hier zum ersten Mal verstanden, warum Leute Kaffee ohne Milch trinken. Der Barista hat mir denselben Kaffee zweimal gemacht — einmal als Espresso, einmal als Filter — und dabei erklärt, was passiert. Das kostete ihn zehn Minuten und mich seitdem jeden Samstag einen Umweg.
Samstagvormittag ist bei uns voll — planen Sie mit
Zwischen 10 und 13 Uhr sind alle 14 Tische belegt. Für Gruppen ab vier Personen halten wir gern einen Platz frei: kurze Nachricht genügt.