Start / Über uns
Seit 2018
Erst der Kaffee, dann das Café.
Röstlust ist rückwärts entstanden: zuerst eine gebrauchte 5-Kilo-Trommel im Hinterhof, ein Jahr später der Laden im Vorderhaus.
Unsere Geschichte
Wer nur röstet, hört nie, wie es schmeckt.
Jonas Reinhardt kaufte 2017 eine gebrauchte Trommel aus einer aufgelösten Bäckerei in Brandenburg und stellte sie in einen Hinterhofraum, der eigentlich eine Fahrradwerkstatt werden sollte. Ein Jahr lang belieferte er von dort aus Berliner Cafés und zeichnete abends Röstkurven auf kariertes Papier.
Das Problem: Er erfuhr nie, ob der Kaffee vom Dienstag am Freitag in der Tasse funktioniert. Also mietete er 2018 den Laden im Vorderhaus dazu und holte Lea Okonkwo als Café-Leitung. Röstung und Ausschank liegen bis heute 30 Meter auseinander, und jede Beschwerde landet innerhalb einer Stunde bei der Person, die geröstet hat.

Woran wir uns messen lassen
Vier Überzeugungen.
- 01
Frische statt Vorrat
Kein Kaffee bleibt länger als 28 Tage im Regal. Was übrig ist, wird Personalkaffee oder Cold Brew.
- 02
Herkunft mit Namen
Auf jeder Tüte steht die Farm, nicht nur das Land.
- 03
Hell ist kein Selbstzweck
So hell wie sinnvoll, so dunkel wie nötig. Ein Espresso für Milch braucht mehr Karamell als ein Handfilter.
- 04
Erklären, nicht belehren
Wer Sirup will, bekommt ihn ohne Kommentar. Wer wissen will, warum der Filter nach Pfirsich schmeckt, bekommt fünf Minuten und einen Probeschluck.
Direkt eingekauft
Was „direkt“ bei uns konkret heißt.
Direct Trade ist kein geschützter Begriff, deshalb sagen wir lieber, was wir tun. Wir kaufen bei sieben Betrieben in Äthiopien, Kolumbien, Brasilien und Ruanda. Der Preis wird vor der Ernte verhandelt und nicht an die Börse gekoppelt.
Die Hälfte zahlen wir bei Vertragsabschluss, damit die Farmen die Pflücksaison vorfinanzieren können, den Rest bei Verschiffung. Jedes Frühjahr hängt im Café ein Blatt mit Einkaufspreis und Menge für jede Partie.
Meilensteine
Vier Momente.
- 2018
Der Laden im Vorderhaus
Im Oktober schenken wir zum ersten Mal aus: acht Tische, eine geliehene Maschine, drei Sorten auf der Tafel.
- 2020
Aus dem Fenster
Während der Schließzeiten verkaufen wir aus dem Fenster zur Straße und starten das Bohnen-Abo.
- 2022
Die 12-Kilo-Trommel
Über zwei Tage wird die neue Trommel in den Hinterhof gehievt. Seitdem rösten wir dienstags und donnerstags.
- 2024
Eigene Backküche
Sophie übernimmt die Kuchen, die vorher zugekauft waren. Seitdem entsteht alles im Souterrain.