Dienstags und donnerstags läuft die Trommel
30 Meter hinter unserem Gastraum steht eine 12-Kilo-Trommelröstmaschine. Was dort entsteht, steht am nächsten Tag auf der Tafel — und im Regal neben der Kasse.
Wie bei uns geröstet wird
Kein Geheimnis, kein Zauber — sondern eine Reihenfolge, die wir seit 2018 kaum verändert haben, weil sie funktioniert.
Rohkaffee prüfen
Jeder neue Sack wird gesichtet: Feuchtigkeit, Wasseraktivität, Dichte, Defekte auf 300 Gramm. Was nicht passt, geht zurück — das kam in sieben Jahren dreimal vor.
Profil entwickeln
Für jede neue Partie rösten wir vier bis sechs Testchargen à 500 Gramm auf dem Musterröster und verschieben dabei Trocknungsphase, Maillard-Zeit und Development Time.
Cuppen am Mittwoch
Mittwochs um 9 Uhr sitzt das ganze Team am Cupping-Tisch, blind und ohne Rangordnung. Erst danach geht ein Profil in die große Trommel.
Ruhen und abfüllen
Espresso ruht acht bis zehn Tage, Filterkaffee vier bis sechs. Abgefüllt wird von Hand in 250-g- und 1-kg-Ventilbeutel, mit Röstdatum und Chargennummer.
Drei Wege, dieselbe Bohne zu behandeln
Filterprofil (hell). Kurze Entwicklungszeit nach dem ersten Knacken, Ende bei rund 196 °C. Ziel ist Klarheit: Wir wollen die Säure der Herkunft hören, ohne dass sie sauer wird. Diese Röstungen brauchen sauberes Wasser und die richtige Mahlgröße — im Zweifel fragen Sie uns, wir stellen Ihre Mühle gern einmal gemeinsam ein.
Omni-Profil (mittel). Etwas längere Maillard-Phase, Ende bei rund 204 °C. Funktioniert sowohl im Handfilter als auch im Siebträger, verzeiht Fehler und ist unsere Empfehlung für alle, die zu Hause beides machen. Die Finca La Esperanza rösten wir seit 2019 genau so.
Espressoprofil (kräftig). Deutlich mehr Entwicklungszeit, Ende bei rund 212 °C, kurz vor dem zweiten Knacken. Karamellisierte Süße statt Frucht, damit der Espresso auch durch 150 Milliliter Hafermilch trägt. Verbrannte Noten vermeiden wir konsequent — dunkel ist bei uns nicht gleich bitter.
Auf der Tafel hinter der Theke steht jeden Tag, welche Sorte in welchem Profil gerade in der Mühle ist.
Was gerade im Regal steht
Sechs Partien laufen zurzeit. Alle gibt es als ganze Bohne — auf Wunsch mahlen wir passend zu Ihrer Zubereitung, direkt an der Kasse.
Yirgacheffe Konga
Gewaschene Heirloom-Varietäten von der Waschstation Konga. Bergamotte, weißer Pfirsich, Jasmin; im Abgang wie Schwarztee mit Honig. Ernte November bis Januar, bei uns ab März.
Finca La Esperanza
Von der Familie Ospina, seit 2019 unser Dauerläufer. Rote Johannisbeere, Milchschokolade, Haselnuss. Als Filter fruchtig, als Espresso rund und karamellig.
Goldblend Nr. 4
70 % Cerrado Mineiro für Körper und Nuss, 30 % Nyamasheke für Süße und Kirsche. Unsere Espressobasis im Café, seit der vierten Rezeptur unverändert.
Nyamasheke Lot 12
Rote Beeren, schwarze Johannisbeere, ein Hauch Orangenblüte. Etwas eigenwillig im Espresso, im Handfilter dagegen der Liebling unseres Teams.
El Mirador Natural
21 Tage auf dem Trocknungsbett, entsprechend intensiv: Erdbeere, Rum-Rosine, dunkle Schokolade. Kleine Partie, nur 90 Kilo — meist im Juli ausverkauft.
Entkoffeiniert Sugarcane
Mit Zuckerrohr-Ethylacetat entkoffeiniert, ohne Lösungsmittel im klassischen Sinn. Marzipan, Kakao, gebackener Apfel — und tatsächlich abends trinkbar.
Kaffee, der von selbst kommt
Sie wählen Menge und Rhythmus, wir wählen die Bohne — oder Sie legen sie fest. Jederzeit pausierbar, jederzeit kündbar, ohne Mindestlaufzeit.
Klein
- 250 g pro Monat
- Wunschsorte oder Überraschung
- Abholung im Café, kein Versand
- Ein Filterkaffee gratis pro Abholung
Zwei Tassen täglich
- 2 × 250 g pro Monat
- Sorte frei wählbar, jederzeit wechselbar
- Versand innerhalb Berlins per Rad
- 10 % auf alle Bohnen im Regal
- Einladung zum Cupping (4 × im Jahr)
Büro & Team
- Ab 3 kg pro Monat, frei staffelbar
- Lieferung nach Wochenplan
- Einmalige Maschineneinstellung vor Ort
- Barista-Kurzschulung für zwei Personen
Freie Lieferwoche: Sie bestimmen, in welcher Kalenderwoche geliefert wird — und können jede Lieferung bis Sonntagabend verschieben, pausieren oder auf eine andere Sorte umstellen. Wer im Urlaub ist, zahlt nichts. Demo-Hinweis: Das Abo ist ein Beispielangebot dieser Präsentationsseite und kann nicht abgeschlossen werden.
Was Gäste am Regal am häufigsten fragen
Wie lange ist der Kaffee haltbar?
Ungeöffnet im Ventilbeutel etwa sechs Monate, geschmacklich am besten aber zwischen dem siebten und dem 45. Tag nach der Röstung. Deshalb steht bei uns das Röstdatum vorn auf der Tüte und nicht klein auf der Rückseite.
Ganze Bohne oder gemahlen?
Ganze Bohne, wann immer es geht — gemahlener Kaffee verliert innerhalb von 20 Minuten spürbar Aroma. Wenn Sie keine Mühle haben, mahlen wir kostenlos an der Kasse; sagen Sie uns dafür bitte Ihre Zubereitungsart.
Kann ich Kaffee im Kühlschrank lagern?
Bitte nicht. Kaffee zieht Feuchtigkeit und Fremdgerüche an. Ideal ist ein luftdichtes Gefäß bei Zimmertemperatur, dunkel und trocken. Größere Mengen dürfen ins Gefrierfach, dann aber portionsweise und ungeöffnet.
Rösten Sie auch für Cafés und Restaurants?
Ja, aktuell beliefern wir elf Betriebe in Berlin und Potsdam. Zum Einstieg gehört immer ein gemeinsames Cupping und eine Einstellung Ihrer Maschine vor Ort — ohne das übernehmen wir keine Belieferung.
Gibt es Führungen durch die Rösterei?
Einmal im Monat, samstags um 16 Uhr, für maximal acht Personen. Dauer rund 90 Minuten, inklusive Cupping von vier Partien. Anmeldung an der Theke oder per E-Mail.
Bohnen mitnehmen oder liefern lassen
Das Regal neben der Kasse ist Mo–Sa ab 10 Uhr bestückt. Wer regelmäßig braucht, spart mit dem Abo — und wir können besser planen, wie viel wir rösten.
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